THEMA
Krisen-Haushalt

Ausgabe 2020/12, erschienen am
15.12.2020

Haushalt in unsicheren Zeiten. Corona stellt Gemeinden vor große Herausforderungen. Es wird nicht nur Flexibilität und Schnelligkeit abverlangt, sondern auch ein langer Atem. Denn die Pandemie hat massive und nachhaltige Auswirkungen auf die Gemeinde-Finanzen: Sinkende Einnahmen, steigende Ausgaben

Das hat dramatische Auswirkungen auf den Handlungsspielraum der Bürgermeister. Daher haben wir Experten gefragt, mit welchen Szenarien die österreichischen Gemeinden rechnen müssen und wie ihre Empfehlungen lauten, mit dieser außergewöhnlichen Situation umzugehen. Wir zeigen Ihnen wie.

 

Inhalt

Gespart werden muss in jeder Gemeinde

Eine Umfrage unter österreichischen Bürgermeistern zeigt: Die Corona-Krise und der Lockdown treffen alle Gemeinden mit voller Wucht. Die Gelder aus dem Corona-Fonds der Bundesregierung sind für viele Kommunen kaum mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Haushalten in der Krise

Steigende Ausgaben, einbrechende Einnahmen: Corona trifft die Gemeinden mit voller Wucht. Das verlangt besonders Bürgermeistern allerhand ab: Sie sollen rasch und flexibel handeln, zugleich auf Nachhaltigkeit achten. Wie das geht? Wir haben für Sie einen Budget-Kompass für den Weg aus der Krise erstellt.

Das GELD wird knapp. Aber wie knapp?

In den letzten Jahren waren die Gemeinden finanziell durchwegs gut aufgestellt. Das hat sich durch Corona auf einen Schlag geändert. Im schlimmsten Fall drohen Ein­nahmen­einbrüche von mehr als 60 Prozent. Fest steht: Jetzt brechen magere Jahre an.

Hinsehen, bevor das Geld ausgeht

Wenn die Gemeindekasse leer ist, kann es bereits zu spät sein. Umso wichtiger ist es für Bürgermeister, finanzielle Engpässe rechtzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu setzen. Ein Orientierungsrahmen hilft dabei.

In sechs Schritten zum KRISEN-Budget

Es ist nie ganz einfach, einen Gemeindehaushalt zu erstellen. Aber in Zeiten des Umbruchs, wenn Vorhersagen beinahe unmöglich sind, ist es eine echte Herausforderung. Aber es geht: Auf den folgenden Seiten lesen Sie, wie sich trotz Corona ein solides Budget erstellen lässt.

Budgetieren in der KRISE: Die KUNST des Machbaren

Der Spielraum bei der Erstellung eines Gemeindehaushalts ist überschaubar. Als Bürgermeister sollte man auf das beeinflussbare Budget achten – besonders, wenn es nach der Krise an die Konsolidierung geht. Lesen Sie auf den folgenden Seiten anhand zweier Beispiele aus Mustergemeinden, wie das in der Praxis funktionieren kann.

So klappt’s in MUSTERDORF wieder mit der Liquidität

Anhand einer Beispielgemeinde: So kommen Sie zu mehr Liquidität

Liquiditätsvorschau eines Orts mit mehr als 4.000 Einwohnern

Das folgende Beispiel zeigt die Situation einer Gemeinde mittlerer Größe mit mehr als 4.000 Einwohnern.

Finanzen auf einen Blick: CORONA-CHECKLISTE

Als Bürgermeister geht es in Krisenzeiten vor allem darum, sich einen Überblick über die finanzielle Situation der eigenen Gemeinde zu verschaffen. Dabei müssen alle relevanten Positionen berücksichtigt werden. Eine Checkliste hilft Ihnen dabei.

Den Blick wagen in die finanzielle ZUKUNFT

Nachdem Bürgermeister sich einen Überblick über den finanziellen Status ihrer Gemeinde im laufenden Jahr verschafft haben, können sie einen Blick in die Zukunft wagen. Zu überlegen ist, wo und in welchem Ausmaß die Mittelfristplanung angepasst werden sollte.

So kann MUSTERDORF nach VORNE blicken

Wie werden sich die Auswirkungen der Pandemie in den folgenden Jahren zeigen?

Mittelfristplanung eines Orts mit mehr als 4.000 Einwohnern

Das folgende Beispiel zeigt die Situation einer Gemeinde mittlerer Größe mit mehr als 4.000 Einwohnern.

Wo sich der ROTSTIFT nicht vermeiden lässt

Gerade in der Krise ist es wichtig, nach Einsparungsmöglichkeiten zu suchen. Wenn Einnahmen wegbrechen und Ausgaben steigen, dämpft die rechtzeitige Konsolidierung des Haushalts das Budgetdefizit und erleichtert die Rückkehr zu einer schwarzen Null.

Einsparen im Konsens

Zu wissen, wo man in der Krise den Rotstift ansetzen muss, ist ein erster Schritt. Dem müssen weitere folgen. Denn nun stehen harte Entschei­dungen an, die nur im Konsens getroffen werden können. Erst recht, wenn es um die Umsetzung geht, sollten alle Parteien eingebunden werden.

Wie man in der KRISE alles unter KONTROLLE behält

In einer Zeit der Umbrüche und Veränderungen ist kommunales Controlling wichtiger denn je. Richtig angewandt liefert es Bürgermeistern passende Werkzeuge, Entscheidungen zu ermöglichen und Umsetzungen zu begleiten. Zuvor braucht es eine gründliche Analyse: Eine Gemeinde muss wissen, wo sie steht, wie weit sie gekommen ist und was ihr bevorsteht.

Günstiges GELD: Es gibt mehr als KASSENKREDITE

Die Covid-Krise stellt Österreichs Kommunen vor große Herausforderungen – auch finanziell. Die Ausgaben steigen, die Einnahmen sinken. Dadurch sind viele Bürgermeister gezwungen, sämtliche Finanzierungen ihrer Gemeinde einer kritischen Prüfung zu unterwerfen. Wir geben Ihnen einige Tipps, wie Sie dabei am besten vorgehen.

Soll ich oder soll ich nicht? Gerade jetzt ein BAD bauen.

Vor Ausbruch der Krise waren viele kostspielige Projekte auf Schiene. Nun wird das Geld knapp und viele Bürgermeister fragen sich: Ist es womöglich klüger, nicht dringend notwendige Vorhaben abzublasen oder gar zu verschieben? Die Antwort ist nicht ganz einfach und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Geplatzte PLÄNE: Wie finde ich die richtigen WORTE?

Wenn das Geld knapp wird, beginnt die Zeit der bitteren Pillen. Wie man als Bürgermeisterin oder Bürgermeister auch dann gute Figur macht, wenn schmerzvolle Einsparungen anstehen.